Monday, 3 March 2014

Spiegel, Dieterich und die Venezolaner: was ist denn los?


Schon wieder kommt der frühere Chávez-Berater Dieterich zu Wort, um im Spiegel Venezuela zu erklären. Wer interviewt ihn? Schon wieder Klaus Ehringfeld. Der liebe Ehringfeld schreibt für jede Menge deutsche Zeitungen und Zeitschriften. Er ist fast "der Deutsche, der aus Lateinamerika Lateinamerika für die Deutschen interpretiert". ARD und ZDF haben auch ihre Journalisten da,  die machen aber normalerweise lauter Dokumentarfilme.

Natürlich kann der alte Sozialist/Kommunist (auf jeden Fall keinen Sozialdemokrat) nichts gutes über die Opposition sagen. Sie können ihn hier - wenn Sie viel aber auch viel Geduld haben - bei einem früheren Interview von einem Kommunisten hören. Die beiden klingen fast so, als wären sie Zeugen Jehovas.

Wieso werden Venezolaner nie vom Spiegel interviewt? Venezolaner der Opposition? Im Spiegel sprechen Iraner, Russen, Chinesen und Chilenen der Regierung und der Opposition über ihre Ideen. Anscheinend finden die Redakteure der deutschen Zeitschrift, dass die Venezolaner über Venezuela nichts zu berichten haben.

Wir erklären Euch Venezuela

3 comments:

  1. Lemmy Caution5 March 2014 08:23

    guckst Du hier: http://jungle-world.com/artikel/2014/09/49402.html

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  2. Danke, Lemmy. Das kannte ich nicht. Es ist eine ausgewogene Beschreibung der Lage. Am Ende spricht López Maya aber doch vom Dialog. Ich frage mich ganz ehrlich was für ein Dialog das sein kann. Autoritäre Menschen benutzen diese Momente, die sie als Dialog bezeichnen, nur um Zeit zu gewinnen.
    Ich glaube, Venezuela braucht schon eine Debatte. Das ist mein Mantra. Allerdings müssen die Menschen erstmals lernen, was eine echte Debatte ist.

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  3. LemmyCaution7 March 2014 10:51

    Das ist eine irgendwie anarchistisch-linke-lifestyle Zeitung, die es seit Jahren gibt und die ich nie lese, jedenfalls sind die konsequent chávez-kritisch und sie interviewen ein Venezolanerin.
    In Chile gibts auf der Linken - auch von einem Freund - eine Menge Sympathie und die sind ausser in diesem Punkt nicht blöd. Gleichzeitig aber auch wenige Stimmen, die den "bolivarischen Prozess" völlig ablehnen. http://sitiocero.net/2014/venezuela-viento-libre/.
    Debatte ist schwierig. Ich vermute, das wird in nicht ferner Zeit in einem großen Chaos mit Toten und vielen Schulden enden. Aber dann eine Debatte? Ich vergleiche Chávez nicht mit Hitler, aber in Deutschland fand zwischen 1945 und sagen wir 1965 keine Debatte über unsere ungleich übleren Erfahrungen mit Totalitarismus statt.

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